1. Bereitet das Einsetzen der Implantate Schmerzen?

Implantate werden unter Betäubung eingesetzt. Vor der Behandlung wird immer kontrolliert, ob die Betäubung wirkt. Die meisten Menschen, bei denen Implantate eingesetzt wurden, sagten hinterher, dass die Behandlung halb so schlimm war. Eventuelle Schmerzen danach können mit Schmerzmitteln behandelt werden, die immer verschrieben werden.

2. Kann ich meine Prothese weiter tragen?

Während der Behandlung kann die Prothese, wie gewohnt, weiter getragen werden. Niemand muss in der Zeit ohne Zähne auskommen! In manchen Fällen können die Implantate direkt genutzt und die Krone oder Brücke kann gleichzeitig eingesetzt werden.

3. Was kosten Implantate?

Implantate werden von den Krankenkassen bezahlt. Mehr Informationen finden Sie unter der Rubrik Kosten.

4. Ist die Behandlung zuverlässig?

Das Zentrum der Implantologie „Das Implantonium“ benutzen die Implantate von Straumann und Ankylos. Weltweit wurden bereits über viele Millionen Implantate eingesetzt. Die Experten haben jahrzehntelange, klinische Erfahrung, inklusive wissenschaftlicher Unterstützung, mit Implantaten.

Fragen

Während der Beratung werden oft dieselben Fragen gestellt. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir für Sie hier zusammengefasst. Wenn Sie eine Frage haben sollten, die hier nicht aufgeführt ist oder wenn sie weitere Informationen wünschen, können Sie selbstverständlich Kontakt mit uns aufnehmen.

F: Wie wird eine Prothese an ein Implantat befestigt?

A: Eine vollständige Prothese kann auf drei unterschiedliche Art und Weisen an die Implantate befestigt werden. Die am häufigsten gebrauchte Methode ist eine Schienenhülsenkonstruktion. Hierbei werden Implantate durch eine Schiene miteinander verbunden. In der Prothese befindet sich ein Hohlraum der auf die Implantate passt. Darin befinden sich eine oder mehrere Klemmen, die an die Schiene geklemmt werden und somit der Prothese Halt geben.

Ebenso ist es möglich auf jedem einzelnen Implantat einen Druckknopf anzubringen und pro Druckknopf eine Klemme zu befestigen. Diese Methode arbeitet hauptsächlich mit zwei Implantaten; von noch mehr Implantaten ist meist abzuraten.
Zuletzt ist es möglich flache Aufsätze auf die Implantate und starke Magneten in die Implantate ein zu setzen. Die Prothese wird hierdurch an die Implantate gezogen. Diese Methode wird im Moment nicht so häufig angewandt. Insbesondere die Firma Dyna Dental Engineering hat auf diesem Gebiet viel untersucht und entwickelt.

F: Werden die Kosten für die Implantate von meiner Krankenversicherung übernommen?

A: Manchmal schon. Das Thema Kosten und Versicherung wird ausführlich in der Rubrik Kosten besprochen.

F: Warum sind Implantate so teuer?

A: Kronen und Brücken auf einem natürlichen Gebiss kosten schon viel Geld. Kronen und Brücken auf Implantaten sind noch teurer, weil wir hier nicht nur die vergleichbaren Kronen- und Brückenarbeiten machen, sondern gleichzeitig die komplett fehlende Zahnwurzel ersetzen und eventuell noch einen Teil des Knochens aufbauen. Hierfür werden teure Materialien gebraucht. Zudem sind die Kosten für die zahntechnische Arbeit, die eine hohe Präzision benötigt, hoch.

F: Was kann bei einem Implantat schief gehen?

A: Bei einem Implantat, das gut verheilt und komplett gesund ist, kann an sich nicht so viel passieren, unter der Voraussetzung, dass das Implantat gepflegt und regelmäßig kontrolliert wird.

Wenn etwas schief geht, dann meist aus folgenden Gründen:
Trauma: Ein Schlag oder ein Unfall kann natürlich das Gebiss beschädigen und selbstverständlich kann das auch bei Implantaten der Fall sein.
Überbelastung: Den ganzen Tag auf einem Stift kauen, Schalenfrüchte knacken oder Bierflaschen öffnen ist nicht gut für ein Gebiss. Auch Implantate sind da keine Ausnahme. Auch Zähneknirschen (Bruxismus) kann zu einer Überbelastung und zu einem Knochenverlust führen. Darum empfehlen wir meist (im Fall einer Prothese auf dem Implantat) die untere Prothese nachts nicht zu tragen.
Entzündung: Implantate bekommen keine Löcher und werden so nicht von Bakterien beschädigt. Das Zahnfleisch und der Knochen um das Implantat herum sind jedoch das eigene natürliche Gewebe des Patienten und können sich wie bei einem natürlichen Gebiss entzünden.
Um das zu vermeiden, müssen Implantate, sowie die eigenen Zähne, gut gepflegt werden. Leider ist es bei Implantaten, sowie auch beim eigenen Gebiss, möglich, dass Infektionen mit aggressiven Bakterien auftreten können, die durch Putzen nicht weg zu bekommen sind. In diesem Fall muss der Zahnarzt-Implantologe eingreifen und behandeln. Regelmäßige Kontrollen und frühe Diagnosen sind daher sehr wichtig.

F: Warum dauert die Heilung eines Implantats so lang?

A: Wenn ein Implantat in den Kiefer eingesetzt wird, muss der Knochen heilen. Das bedeutet, dass sich alle durch die Operation beschädigten Stellen des Knochens regenerieren müssen und der Knochen mit der Oberfläche des Implantats festwachsen muss. Dadurch ist das Implantat fest in dem Knochen verankert. Dieser Prozess braucht Zeit. Bevor ein gebrochenes Bein wieder ganz normal belastet werden kann (zum Beispiel beim Sport) vergehen einige Monate. So etwas kann nicht nach ein paar Wochen geheilt sein. Bevor ein Implantat stabil im Knochen verankert ist und wieder komplett belastet werden kann (zum Beispiel beim Kauen), vergehen ebenfalls minimal drei Monate. Wenn umfangreiche Knochenaufbautechniken angewandt werden, so kann es auch durchaus länger dauern, weil mehr Knochen verheilen muss.

F: Warum darf ich nach der Implantation meine Prothese erst nach einer Woche und nicht direkt gebrauchen?

A: Während der Implantation verändert sich die Form des Kiefers durch das Herausnehmen scharfer Knochenränder oder durch den Aufbau von Knochen. Die Prothese passt daher nicht mehr wie früher. Natürlich könnten wir die Prothese direkt anpassen, aber auch während der Wundheilung verändert sich noch viel im Mund. Nach ein paar Tagen entsteht meist eine Schwellung, so dass die Wundränder und die Fäden unter Spannung stehen. Wenn Sie also die Prothese in dieser Zeit gebrauchen sollten, wird der Druck auf die Fäden noch verstärkt. Das Risiko ist groß, dass die Wunde aufscheuert. Das würde eine Komplikation bedeuten, die wir vermeiden möchten. Wenn Sie unter ihren Füßen operiert worden sind, gebrauchen Sie ebenso Krücken und laufen nicht auf ihren Wunden/Fäden.

F: Ist ein hohes Alter beim Einsetzen der Implantate ein Problem?

A: Nein, Alter ist kein Hindernis.

F: Kann bei jedem ein Implantat eingesetzt werden?

A: Nein. Obwohl die meisten Menschen mit Implantaten behandelt werden können, gibt es durchaus Menschen bei denen eine Behandlung mit Implantaten nicht möglich ist. Das sind Patienten, die aus welchen Gründen auch immer (Krankheit, Medikamenten, Bestrahlung an der Kopf – oder Halsregion), nicht operiert werden können oder bei denen keine gesunde Heilung der Wunden erwartet wird.

F: Warum wird während der Kontrolle ein Röntgenfoto von dem Implantat gemacht?

A: Implantate sind nicht gefühlsempfindlich und sitzen fest im Knochen. Das unterscheidet sich vom eigenen Gebiss, welches wiederrum gefühlsempfindlich ist und federnd im Knochen hängt. Die normalen Diagnosen, die wir bei einem natürlichen Gebiss aufgrund von Schmerz oder einer erhöhten Mobilität eines Zahns machen können, sind bei Implantaten nicht möglich. Um den Knochenzustand um das Implantat herum beurteilen zu können, müssen wir regelmäßig eine Röntgenaufnahme machen.

F: Warum muss ich mein Implantat kontrollieren lassen? Es funktioniert doch prima und ich spüre nichts.

A: Implantate haben keine Nerven und sind auf eine andere Art und Weise mit dem Knochen verbunden, als die eigenen Zähne. Hierdurch haben die Implantate so gut wie kein Gefühl. So wird der Patient selten Beschwerden haben selbst wenn der Knochen rund um das Implantat entzündet ist (der Knochen ist kaum gefühlsempfindlich).
Wenn zulange mit einer Behandlung gewartet wird, kann es sein, dass die Probleme nicht mehr behandelt werden können und dass das Implantat entfernt werden muss. Wenn die Probleme jedoch früh genug erkannt werden, dann können sie auch in den meisten Fällen noch gut behandelt werden. Eine frühe Diagnose ist somit wichtig und darum muss ein scheinbar gesundes Implantat auch regelmäßig untersucht werden. Zur Beruhigung: Bei mehr als 98% der Implantate schien alles in Ordnung gewesen zu sein.

F: Wie lange hält ein Implantat?

A: Wenn ein Implantat während des Heilungsprozesses normal festwächst, ist die Stelle geheilt. Für solche Implantate gilt dasselbe wie für gesunde Zähne. Es besteht kein Haltbarkeitsdatum für einen gesunden Zahn und somit auch nicht für ein Implantat. Bedeutet dass, das ein gesundes Implantat ein Leben lang hält? An sich ist das möglich, aber wie auch beim Gebiss können wir hierfür keine Garantie geben. Krankheit, Vernachlässigung, Trauma und der Gebrauch von Medikamenten können sich schlecht auf das Gebiss und so auch auf die Implantate auswirken.

F: Kann ich die Rechnung in Raten zahlen?

A: Ja. Fragen Sie uns ruhig nach weiteren Details.

F: Wann kann ich mit der Rechnung für die implantogolische Behandlung rechnen?

A: Eine vollständige implantologische Behandlung besteht grob aus vier Teilen.

  • Die Kostenkalkulation und Planung der Behandlung
  • Das Einsetzen des Implantats
  • Der Heilungsprozess von drei bis sechs Monaten
  • Das Freilegen von Implantaten und das Anfertigen von Krone/Brücke oder Prothese

Die Rechnung für die Behandlung wird normalerweise in zwei Teile eingeteilt. Die erste Rechnung wird geschrieben, nachdem das Implantat eingesetzt wurde. Die zweite Rechnung folgt nach dem Einsetzen der Krone/Brücke oder Prothese.